Bezirksgrundlehrgang
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24. April 2002
Höhenrettungsausbildung bei der Berufsfeuerwehr
von BOK Johann Zimmermann
 
 

Pilotprojekt Hhenrettung bei der BF – Innsbruck



Nach einigen Gesprchen mit Herrn Ing. Schlgl und Herrn Ing. Friedl (beides Offiziere der BF-Innsbruck), hatten wir uns zu einem Pilotprojekt mit der Berufsfeuerwehr Innsbruck zusammengeschlossen.
Seil und Sicherungstechnik zhlt als Bergfhrer zu unserem „tglichen Brot“. Trotzdem war die Vorbereitung bezglich der feuerwehrspezifischen Inhalte und Anforderungen eine echte Herausforderung.

Da diese Zusammenarbeit auch fr uns neu war, waren wir beide (Andreas Geisler und Robert Schellander, staatlich geprfte Berg- und Schifhrer) sehr gespannt, ob die getroffenen Vorbereitungen auch den Vorstellungen seitens der Berufsfeuerwehr entsprechen wrden.

Schon der erste Tag von vier zeigte uns, dass wir durch die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kursteilnehmern auf dem richtigen Weg waren.
Sehr zu Hilfe kam uns auch ein „Volontaire“ der BF Mnchen, der selbst bereits Erfahrung mit Hhenrettung aus seiner Ausbildungssttte hatte, und uns wertvolle Anregungen und Informationen geben konnte.

Zum Kursinhalt gehrten neben der Materialkunde auch problemspezifische Fragen und Lsungsvorschlge, die wir in dem Kurs gemeinsam erarbeiteten. Des weiteren sind nun neue Lehrbehelfe und Skripten geplant. Eine vereinheitlichte Ausbildung im Bereich Hhen- und Tiefenrettung wre sterreichweit erstrebenswert (z.B. ein Modul „Hhen- und Tiefenrettung“ bei der Ausbildung fr Berufsfeuerwehrmnner/frauen).

Unabhngig und ohne Kenntnis der Hhenrettungstruppe in Mnchen definierten wir zwei Methoden, die dem Ausbildungsstandard der BF- Mnchen identisch sind !!! Diese erlauben dem Feuerwehrmann, auch in Einstzen stndig entsprechend gesichert zu sein, ohne Zeit zu verlieren.
Besonderes Augenmerk schenkten wir auch der Tatsache, dass Tirol ein Gebirgsland ist. Einstze im Hochgebirge (Waldbrnde, Abstrze von Klein- und Segelflugzeugen etc.) sind daher keine Seltenheit und entsprechen der Realitt. Inhalte die diesen Anforderungen gerecht werden galt es natrlich zu definieren.

Als besonders wichtig erschien uns die Definition von sogenannten SOPS (Standard Operation Procedures = Standartmanahmen). Durch diese Standards knnen bei bungen und Einstzen eine Vielzahl von folgenschweren Unfllen im Vorfeld vermieden werden.

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung war auch die stndige Rcksprache und Diskussion mit den Teilnehmern ob und wie weit die Ausbildungsinhalte mit der Realitt (Zeitdruck und Einfachheit) zu vereinbaren sind.

Zu guter letzt waren beide Seiten mit dem Inhalt und den Ergebnissen der Fortbildung sehr zufrieden.

Besonders wertvoll war die Verschmelzung gemeinsamer Synergien aus unterschiedlichen Berufssparten, zu einem in sterreich fast ganz neuen feuerwehrspezifischen Bereich - nmlich der „Hhen- und Tiefenrettung“. Auf Grund der Vielzahl und Unterschiedlichkeit von Feuerwehreinstzen wird dieses Fachwissen in Zukunft einen immer greren Stellenwert im Bereich der Feuerlandschaft einnehmen.

Wir freuen uns hierbei einen mageblichen Beitrag leisten zu knnen.


Robert Schellander & Andreas Geisler
Hunoldstrae 17, 6020 Innsbruck • [Fr E-Mail-Kontakte hier klicken]