Rettung einer eingeschlossenen Person mit einer Fluchthaube
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08. September 2018
Großunfall auf der Aldranserstraße
von Alexander Nairz (Feuerwehr Aldrans), Markus Strobl (BFV Innsbruck-Stadt)
 
Zu einer bezirksübergreifenden Übung mit ca. 140 Einsatzkräften wurden am Freitag, den 7. September um 19:00 Uhr, die Berufsfeuerwehr Innsbruck, die Freiwillige Feuerwehr Aldrans, die Freiwillige Feuerwehr Amras und das Österreichische Rote Kreuz Innsbruck von der Leitstelle Tirol alarmiert.
Das Übungsszenario war angelehnt an einen Realeinsatz vom 23. Jänner 2017, bei dem ein PKW mit einem Regionalbus kollidierte. Genau an derselben Stelle fand die Übung statt.

Das Übungsszenario
Ein bergwärtsfahrender Traktor touchierte seitlich einen Linienbus mit ca. 30 Insassen. Ein weiterer PKW konnte diesem Unfallgeschehen nicht mehr ausweichen und kam unter dem Heck des Busses zu stehen.



Wie bei solchen Einsatzszenarien vorgesehen alarmierte die erstalarmierte Berufsfeuerwehr Innsbruck zusätzlich die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Aldrans und Amras nach. Das Rote Kreuz Innsbruck löste den SEG Alarm aus. Für die beiden Einsatzleiter von Feuerwehr und Rettung galt es neben der raschen Rettung und Versorgung der Verletzten aus dem Bus, dem Traktor und der 3 eingeklemmten Personen im PKW, sich auch um die Betreuung der unverletzten Beteiligten und um drei vermisste Jugendliche zu kümmern. Um die Vermissten rasch zu finden wurde auch die Suchhundestaffel nachgefordert. Nach 45 Minuten waren alle 42 Unfallbeteiligten gerettet und versorgt.


Zusätzlich wurde als Vorbereitung auf die Rad WM der Einsatz des neuen Hubschraubers des Landes Tirol in diesem Gebiet beübt. Im Bereich des Übungsortes findet während der Rad WM ein Public Viewing mit erwarteten 5 000 – 8 000 Gästen statt, wobei die Zufahrtsstraße als Rennstrecke gesperrt ist und der Hubschrauber als ein mögliches Rettungsmittel vorgesehen wäre.

Die Übungsbeobachter, unter anderem BFK OBR Albert Pfeifhofer, BFK-Stv. BR Lorenz Neuner, BRK Ing. Christian Schneider, BD-Stv. DI Martin Gegenhuber, AFK ABI Werner Strobl und KDT HBI Hannes Trenkwalder, zeigten sich bei der Schlussbesprechung sehr beeindruckt vom Übungszenario und von der hervorragenden Arbeit aller Kräfte, sowie der Zusammenarbeit unter den Blaulichtorganisationen. Im Zuge einer unmittelbar an die Übung folgenden Nachbesprechung mit den Einsatzleitern - für die Feuerwehr BO Ing. Christoph Grubhofer und BO-Anwärterin BK Maria Nuener - und den Beobachtern konnten aber auch Ideen für Verbesserungen angesprochen werden, sowohl bei den einzelnen Teilen, als auch bei der Zusammenarbeit. Gerade für Großveranstaltungen wie der bevorstehenden RadWM, aber auch für den alltäglichen gemeinsamen Einsatz sind solche Erkenntnis ein großer Gewinn.

Fotos: zeitungsfoto.at
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