Flughelfer beim Einweisen eines Hubschraubers
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25. Mai 2002
39. Bezirks-Feuerwehrtag in Hötting
von Markus Sailer
 
Am Freitag Abend fand im Vereinsheim Hötting der 39. Bezirks-Feuerwehrtag Innsbruck Stadt statt. Höhepunkt waren zwei Ehrungen.
Altbürgermeister Romuald Niescher wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen – obwohl, wie Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Larcher scherzte, er eigentlich nicht wisse, warum es so lange gedauert habe, bis es endlich dazu gekommen sei. „Eine gute Tat kommt nie zu spät“, quittierte Niescher launig.

Im Anschluss überreichte Landesfeuerkommandant Reinhold Greuter Bürgermeister Herwig van Staa die Floriani-Plakette, die höchste Auszeichnung, die der Landesfeuerwehrverband zu vergeben hat. Van Staa dankte und meinte, ihn reue kein Schilling, den er für die Feuer-wehr ausgegeben habe. Wenn im Oktober 2003 der Bundesfeuerwehrkongress in Innsbruck statt finde, werde dies österreichweites Aufsehen erregen – immerhin finde der Kongress nur alle fünf Jahre in immer einem anderen Bundesland statt. Van Staa kündigte auch an, „40 bis 60 Millionen Schilling in den baulichen Bereich bei der Berufsfeuerwehr zu investieren“.


Die für die Feuerwehr zuständige Stadträtin, Marie-Luise Pokorny-Reitter, sprach vom Idea-lismus, der bei der ehrenamtlichen Tätigkeit genauso wichtig sei wie bei der hauptberufli-chen – und erzählte die Geschichte einer Feuerwehrfrau bei der Freiwilligen Feuerwehr Wil-ten, die am Abend vor der Mathematikmatura darauf bestand, an einem Einsatz teilzuneh-men.

Larcher nahm „nach den Ereignissen der letzten Monate“ Bezug auf die aktuelle Situation: Es gebe keinen Konflikt zwischen Branddirektion und Bezirksfeuerwehrkommando – aber: „Untersuchungen bestätigen sämtliche von mir aufgezeigten Missstände“. Man habe jedoch in kurzer Zeit Sofortmaßnahmen gesetzt – und es sei bereits eine spürbare Aufbruchsstim-mung in der Berufsfeuerwehr zu bemerken.

Branddirektor Christoph Wegscheider berichtete, dass die Einsatzzahlen weiter gestiegen seien – vor allem im Bereich „Sonstige Einsätze“. Hinzu komme, dass seit dem 11. Septem-ber das „Einsatzspektrum nicht mehr das selbe“ sei. Der Brand von Tiroler Loden am 3. Juni vergangenen Jahres habe die Grenzen der Feuerwehr aufgezeigt.

Bezirksjugendsachbearbeiter Bernhard Geyer gab einen kurzen Überblick über die Jugend-arbeit. Die Feuerwehrjugend umfasse derzeit mehr als 1000 Mitarbeiter – und immer mehr davon sind Mädchen, derzeit rund 15 Prozent.
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