Innsbruck-Panorama vom Bergisel aus
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19. Juni 2005
42. Bezirksfeuerwehrtag Innsbruck-Stadt
von Markus Strobl
 
Am Freitag, den 17. Juni 2004, hielt der Bezirksfeuerwehrverband Innsbruck-Stadt seinen Bezirkstag im neuen Sitzungssaal des Gemeinderates ab.
Bezirksfeuerwehrkommandant Bmst. Ing. Anton Larcher konnte zahlreiche Ehrengäste bei der Veranstaltung begrüßen, unter anderem
- für die Stadtgemeinde Innsbruck Frau Bürgermeister Hilde Zach, die für die Feuerwehren zuständige Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter sowie Magistratsdirektor Dr. Christoph Platzgummer
- für den Landesfeuerwehrverband Landesfeuerwehrkommandant LBD Klaus Erler, dessen Stellvertreter LBDSTV Johann Papp sowie den auch für Innsbruck zuständigen Landesfeuerwehrinspektor LFI DI Alfons Gruber
- den Innsbrucker Polizeidirektor Hofrat Dr. Thomas Angermair
- Vertreter der Tiroler Versicherung sowie der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung.

Der Bezirkstag stand ganz im Zeichen des Rücktritts von Bezirkskassier Werner Forster, welcher nach 27 Jahren in dieser Tätigkeit durch das Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren lt. Landesfeuerwehrgesetz eben sein Amt abgeben musste. Als besonderen Dank wurde Werner Forster dafür die Ehrenmitgliedschaft des Bezirksfeuerwehrverbandes verliehen. Zu seinem Nachfolger wurde anschließend der bisherige Bezirksschriftführer Martin Weber gewählt; da nun auch dieses Funktion unbesetzt war wurde Mag. Markus Strobl zum Bezirksschriftführer gewählt.

Noch drei weiteren Personen wurde mittels Ehrungen der Dank ausgesprochen: zum einen wurde dem ehemaligen Landesfeuerwehrinspektor Ing. Willi Gruber ebenfalls die Ehrenmitgliedschafts-Urkunde überreicht, zum anderen Polizeidirektor HR Dr. Angermair für die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Exekutive und Feuerwehr das Verdienstabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes in Silber verliehen. Ing. Gruber wirkte lange Zeit in Innsbruck bei der Berufsfeuerwehr, unter anderem auch als Branddirektor-Stellvertreter, bevor er zum Landesfeuerwehrinspektor bestellt wurde.
Für ihren großen Einsatz in der Innsbrucker Stadtregierung für die Feuerwehr wurde schließlich noch Frau Stadträtin Dr. Pokorny-Reitter die Florianimedaille des Landesfeuerwehrverbandes in Silber verliehen.
   

Neben den Ehrungen stand natürlich der Rückblick auf das vergangene Jahr 2004 im Mittelpunkt: errinnert wurde an die großen Einsätze, allen voran den Brand im Lagerhaus, bei dem vor einem Jahr auch ein Kamerad der Berufsfeuerwehr schwer verletzt wurde. In der Zwischenzeit wurde die Anschaffung neuer Schutzbeleidung aber konsequent weiter verfolgt, sodass nunmehr die gesamte Berufsfeuerwehr über modernste Schutzbekleidung verfügt. Präsentiert wurden auch die Neuanschaffungen im Fahrzeugbereich mit dem Tanklöschfahrzeug in Amras, dem Universallöschfahrzeug bei der Berufsfeuerwehr sowie den beiden Kleinlöschfahrzeugen bei den Feuerwehren Hötting und Neu-Arzl.


Bei den aktuellen Einsätzen konnte Branddirektor Mag. Erwin Reichel auf Gespräche zwischen der der Polizei, Vertretern der Asfinag sowie ihm verweisen, in denen festgelegt wurde, dass die 6 Tunnelröhren auf der A12/A13 mit großen Nummern versehen werden und im Zuge der Renovierung auch farblich gekennzeichnet werden, um in Zukunft ein besseres Meldungsbild bei Einsätzen in einem dieser Tunnel zu bekommen. Auch werden in der neuen ILL die Bilder der Videokameras bei den Tunnels für die Feuerwehr abrufbar sein. Zusätzlich werden vor den sechs Tunnelportalen noch Umkehrmöglichkeiten für die Einsatzfahrzeuge geschaffen werden. Bezirksfeuerwehrkommandant Bmst. Ing. Anton Larcher regte zusätzlich aber noch eine Verbesserung der Löschwasser-Situation in diesen Bereichen an und bat, sich bereits jetzt Gedanken zu machen, ob Innsbruck im Bereich der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes für das Großereignis Europameisterschaft 2008 gerüstet sei. Dafür hat er auch die Idee eines größeren Einsatzleitfahrzeuges, welches ein Mittelweg zwischen einer mobilen Einsatzzentrale und den bisher verwendeten kleinen Einsatzleiterfahrzeugen sein könne.

Die anwesenden politischen Vertreter versprachen, sich auch weiterhin für die Anliegen der Feuerwehr einzusetzen, auch wenn dies in Zeiten von Sparkursen nicht immer leicht sei. Aber gerade die Verbrennungen beim Lagerhaus-Brand sind immer wieder Motivation, in die Feuerwehren, egal ob Berufs- oder Freiwillige Feuerwehren zu investieren, damit sichergestellt sei, dass für die Frauen und Männer die bestmögliche Ausrüstung zur Verfügung stehe. Landesbranddirektor Erler zitierte dazu seine Einstellung mit den Worten, dass die Feuerwehren die Frauen und Männer stellen würden und die Politik für die entsprechende Ausrüstung zu sorgen habe. Auch er bestätigte aber, dass in Innsbruck die beiden Frauen an der politischen Spitze der Feuerwehr, nämlich Bügermeisterin Zach und Stadträtin Dr. Pokorny-Reitter, immer wieder ein sehr offenes Ohr für die Anliegen der Feuerwehr hätten, wofür er sich herzlichst bei beiden bedankte.

Für das Jahr 2005 wurde beim Bezirkstag der nötige Austausch von weiteren Fahrzeugen, alleine zwei wichtigen Tanklöschwagen für die Berufsfeuerwehr und einer für die Feuerwehr Igls, sowie der Beginn des digitalen Zeitalters im Sprechfunk angekündigt, nachdem Innsbruck im Bereich der Warn- und Alarmierungssystem bereits seit Jahren sich in einer digitalen Vorreiterrolle für das ganze Land befindet. Auch wurde der baldige Beginn der Bauarbeiten bei der Innsbrucker Berufsfeuerwehr erwähnt, welcher durch den Neubau der Integrierten Landesleitstelle vor der Berufsfeuerwehr sowie dem Stadtteil-Projekt Tivoli Neu begründet ist.

Bezirkskommandant Larcher konnte den Bezirkstag nach fast dreieinhalb Stunden mit diesem positiven Ausblick auf 2005 für beendet erklären.
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