Die Berufsfeuerwehr und die FF Hötting bei einem Dachstuhlbrand in der Bürgerstraße
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25. Mai 2010
Wir bilden keine Spezialeinheiten aus - sondern Jugendliche
von Maria Nuener, Bezirkssachbearbeiterin Feuerwehrjugend
 
HBI Mag. Bernhard Geyer
BI Ing. Manfred Auer
Jugendbetreuer
Bei der letzten Jugendbetreuersitzung waren als Vortragende Landesjugendsachbearbeiter BI Manfred Auer und HBI Bernhard Geyer von der Landesfeuerwehrschule zu Gast. Die zwei Themen des Abends waren „Ausbildung in der Feuerwehrjugend“ und „Stellung und Bedeutung des Jugendbetreuers".
Es musste leider festgestellt werden, dass die Jugendarbeit immer mehr dazu sich entwickelt, dass „fertige“ Feuerwehrmitglieder überstellt werden sollen. Dabei rückt vollkommen in den Hintergrund, dass wir eigentlich mit Kinder und Jugendlichen arbeiten. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir die Kinder und Jugendliche in einem sehr schwierigen Alter betreuen und mehr als ein Betreuer sind, sondern auch Freund, Vorbild, Erzieher und vieles mehr. Die Jugendarbeit sollte ein gesundes Gleichgewicht zwischen feuerwehrtechnischen Ausbildung und allgemeiner Jugendarbeit (Zeltlager, Wander, Ausflüge, …) sein.
Bei allen Übungen sollte die körperliche Belastbarkeit der Jugendmitglieder beachtet werden. Es spricht nichts gegen eine Leiterübung in den ersten Stock mit doppelter Sicherung, aber ist eine Bergescherübung wirklich das Richtige?
Als Hilfe für alle Jugendbetreuer ist nun die Ausbildung klar definiert worden und setzt sich aus 3 Teilen zusammen:
1. Feuerwehrausbildung in der Feuerwehr
2. Feuerwehrausbildung im Bezirk
3. Feuerwehrausbildung LFS
Die Themen sind klar definiert und aufgelistet, auf der Landesfeuerwehr Homepage kann sich jeder diese Unterlagen herunterladen und es stehen auch Power Point Unterlagen zur Verfügung. Dies ist eine wirkliche Erleichterung für jeden Jugendbetreuer.
Der zweite Teil des Vortrages beschäftigte sich mit der Stellung des Jugendbetreuers. Wie oben schon erwähnt, hat jeder Jugendbetreuer eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit, da er die Kinder und Jugendlichen in einer sehr wichtigen Phase ihres Lebens begleitet. Dies ist natürlich mit sehr viel Arbeit und Verantwortung verbunden.
Aus diesem Grund sollte die Wahl eines Jugendbetreuers gut überlegt sein und nicht nur als Sprungbrett in eine höhere Funktion dienen.
Da Jugendbetreuer eine sehr zeitintensive Arbeit leisten, sollten sie sich Unterstützung aus der Einheit bei den verschiedensten Übungen holen, z.B. den Obermaschinisten oder den Funkbeauftragenden. Dies entlastet den Jugendbetreuer und die Jugendlichen können die einzelnen Funktionäre besser kennen lernen und umgekehrt.
Der Jugendbetreuer ist eigentlich der Kommandant der Jugend, aus diesem Grund ist es ein Zukunftsziel, dass Jugendbetreuer die Funktion eines Gruppenkommandantens erhalten und ein fixes Mitglied des Ausschusses werden.
Ich möchte mich ganz herzlich bei Manfred Auer und Bernhard Geyer für den interessanten Abend bedanken.
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