Blick von der Hungerburg (Rosnerweg) auf Innsbruck Richtung Süden
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14. Mai 2011
Neues Bezirkskommando und eine beeindruckende Leistungsbilanz
von Markus Strobl
 
Bezirksfeuerwehrtag 2011
Besichtigung der FLIEGE vor dem Bezirkstag
Eröffnung und Begrüßung durch BFKDT Larcher
Übergabe des Bezirkskommandos von Anton Larcher an Walter Laimgruber
Der neue Bezirksfeuerwehrkommandant Walter Laimgruber
Der neue Bezirksfeuerwehrkommandanstellvertreter Albert Pfeifhofer
Der neue Bezirksausschuss mit der Stadtführung und Landesfunktionären
Seit dem gestrigen Bezirksfeuerwehrtag hat der Bezirksfeuerwehrverband mit Walter Laimgruber und Albert Pfeifhofer ein neues Bezirkskommando. Zugleich konnte von Branddirektor Reichel eine beeindruckende Jahres-Bilanz in Zahlen und Worten präsentiert werden.
Vor Beginn des Bezirksfeuerwehrtages versammelten sich die Delegierten, Mitglieder der Innsbrucker Feuerwehren und zahlreiche Ehrengäste im Hof der Berufsfeuerwehr Innsbruck zur Besichtigung des neuen Einsatzleitfahrzeuges FLIEGE, welches nun neben seiner Funktion als fliegerische Einsatzleitung auch als mobile Einsatzleitung bei größeren Einsätzen zur Verfügung steht. Im Inneren gibt es nicht nur mehrere Arbeitsplätze, sondern auch ein kleines Sitzungszimmer für Lagebesprechungen. Mit dem Vorzelt-System kann der Bereich für die Lageführung aber zusätzlich jederzeit großzügig erweitert werden.

Nach 19:00 Uhr eröffnete Bezirksfeuerwehrkommandant Bmst. DI (FH) Anton Larcher dann den 48. Bezirksfeuerwehrtag im neu sanierten Lehrsaal der Berufsfeuerwehr mit der Begrüßung von
zahlreichen Ehrengästen

- Feuerwehrkurat Dr. Florian Schomers

von Seiten der Politik
- Landeshauptmannstv. ÖkR Anton Steixner
- Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer
- Ressortführender Vizebürgermeister Christoph Kaufmann
- Vizebürgermeister Franz-Xaver Gruber

von Seiten des Feuerwehrwesens
- Landesfeuerwehrkommandantstv. Ing. Peter Hölzl
- Landesfeuerwehrinspektor DI Alfons Gruber
- Schulleiter DI Georg Waldhart
- Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Oberhauser (Lienz) und Bezirksfeuerwehrinspektor Michael Neuner (Innsbruck-Land)

und von zahlreichen befreundeten Organisationen:
- vom Österreichischen Roten Kreuz - Freiwillige Rettung Innsbruck eine eigene Delegation unter der Führung von Obmann Max Langer und Bezirksrettungskommandant Ing. Christian Schneider
- vom österreichischen Bundesheer Abteilungsleiter Oberst Dietmar Heiß
- von der Polzei den neuen Stadtpolizeikommandantstellvertreter Obstlt. Reinhard Moser
- von der Leitstelle Tirol den Geschäftsführer Ing. Mag. Martin Eberharter
- vom Magistrat Amtsvorstand und Leiter der Gemeindeeinsatzleitung Elmar Rizzoli

- die Ehrenmitglieder Werner Forster, Siegfried Nalter und Kurt Schmarl

Der nächste Tagesordnungspunkt war das Totengedenken, welches heuer ganz im Zeichen der im Jänner verstorbenen Bürgermeisterin a.D. Frau KRin Hilde Zach stand. In einer Schweigeminute wurde ihrer nochmals gedacht, zuvor erinnerte Larcher an die für das Feuerwehrwesen sehr guten Jahre während ihrer Amtszeit.

Nach dem Kassabericht, welcher krankheitsbedingt nicht durch Bezirkassier Martin Weber sondern Bezirksschrifführer Markus Strobl verlesen wurde, und der Entlastung folgte ein Bericht von unserer Bezirkssachbearbeiterin für die Feuerwehrjugend Maria Nuener über die Arbeit mit der Feuerwehrjugend im abgelaufenen Jahr: beeindruckend war vor allem der Wissenstest in Wilten, wo nicht nur alle 49 angetretenen FJler bestanden sondern 33 sogar fehlerfrei waren. Stolz konnte von ihr auch die außerordentliche Unterstützung durch die Stadtgemeinde Innsbruck angesprochen und dafür gedankt werden: den Ausflug als Belohnung für die Leistungen beim Wissenstest für alle Innsbrucker Jugendlichen zum Empl-Werk im Zillertal, an dem die Frau BGMin selbst teilnahm, die neuen T-Shirts am Anfang des Jahres sowie die neuen Karabiner und Rebschnüre für alle Jugendlichen zum Jahresabschluss, welche von Frau BGMin Oppitz bzw. VBGM Kaufmann für die Jugend zur Verfügung gestellt wurden.

Bezirksfeuerwehrkommandant Larcher selbst nutzte seine Ansprache unter anderem, um nochmals auf die Tage und Wochen nach dem 17. Juli 2010, dem Tag des großes Unwetters über Innsbruck, einzugehen, wo die Leitstelle Tirol anschließend großer Kritik ausgesetzt war. Er betonte, dass er die Leitstelle immer gelobt und nie kritisiert habe, wie man es ihm vorgeworfen hatte, und erklärte an Mag. Eberharter gerichtet, dass es ihm Leid tue, wie die LT kritisiert wurde. Erfreut zeigt er sich einzig darüber, dass Innsbruck durch die Ereignisse nun doch eine eigene Bezirks-Florianstation/Bezirkszentrale hat, wofür er LHStv Anton Steixner besonders dankte. Ansonsten erinnerte Larcher an die 28 Jahre, die er im Bezirksausschuss für den Bezirksfeuerwehrverband tätig war, zuerst als Bezirksschriftführer und anschließend 13 Jahre lang als Bezirksfeuerwehrkommandant und verabschiedete sich mit persönlichen Danksagungen an zahlreiche politische und Feuerwehr-Weggefährten für die Zusammenarbeit im Sinne der Feuerwehr.

Für Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner betonte in seiner Ansprache, dass bei den Feuerwehren nicht nur die Investitionen im Vordergrund stehen, sondern vor allem die Mitglieder, welche bereit sind, sich dafür auszubilden und mit Freude zu helfen. Er zeigte sich erfreut, dass das Feuerwehrsystem auch in der Stadt Innsbruck so gut funktioniert, da es hier sicherlich schwieriger ist als im ländlichen Umfeld. Dabei ist für ihn auch die Kombination aus Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren eine perfekte Einheit. Die Stadt Innsbruck investiert verhältnismäßig viel Geld in die Feuerwehr, was dem ganzen Land zu gute komme. Und so freut es ihn auch, dass im ganzen Land die Berufsfeuerwehr bei größeren Einsätzen zur Verfügung steht. Er dankte Anton Larcher: wie dieser drei Jahrzehnte im Bezirksverband und seiner Arzler Feuerwehr tätig war, hat bei ihm extremsten Respekt hervorgerufen. Leute, die mit tiefstem Herzen so dabei sind, gibt es nicht viele.

Bevor Larcher dann aber mit den Neuwahlen tatsächlich die Funktion übergab wurde er seitens des Landesfeuerwehrverbandes von Landesfeuerwehrkommandantstellvertreter Ing. Peter Hölzl in einer persönlichen Laudatio gewürdigt. Hölzl sprach darin auch die gemeinsamen Diskussionen und zahlreichen Gespräche, welche immer mit dem Ziel einer Verbesserung des Feuerwehrsystems geführt wurden, an, ebenso die Leidenschaft und Emotion, die Larcher in den fast drei Jahrzehnten für die Feuerwehr aufbringen konnte und welche so sicherlich vorbildlich gewesen sei. Als Dank und Anerkennung wurde Larcher dann stellvertretend für den LFV von LBDS Ing. Hölzl und LFI DI Gruber das Steckkreuz des Landesfeuerwehrverbandes, Stufe I in Gold, überreicht.

Geehrt wurden auch die beiden Kommandanten Helmut Plank und Matthias Sparber mit dem Verdienstabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes, Stufe IV/Bronze, für ihre jahrelangen Tätigkeiten als Kommandant bzw. bei Plank auch als Bezirksausbilder.

Unter dem Vorsitz von Vizebürgermeister Kaufmann wurden dann die Neuwahlen durchgeführt. Der bisherige Bezirksfeuerwehrkommandantstellvertreter Walter-Laimgruber wurde dabei zum neuen Bezirksfeuerwehrkommandanten, der Kommandant der Feuerwehr Mühlau Albert Pfeifhofer zum Stellvertreter gewählt. Stolz nahmen beide die überzeugenden Wahlergebnisse an.
Der neue Bezirksausschuss mit der Stadtführung und Landesfunktionären


Ein weiterer Höhepunkt des Abends war heuer der Bericht von Branddirektor Mag. Reichel, indem er Einsatz-Statistiken präsentierte, welche in dieser Art erstmals erstellt wurden und welche die Qualität des Feuerwehrsystems in Innsbruck zeigen sollen. Ermöglich wird dies vor allem durch den Digitalfunk und die damit verbundenen Stati-Mitteilungen. So werden von der Berufsfeuerwehr aus Einsatzorte innerhalb von vier Kilometern Entfernung in weniger als sieben Minuten erreicht, was international jeden Vergleich bei den Hilfsfristen und Erreichungsgraden standhält. Insgesamt gab es 4225 Einsätze, davon waren 487 mal auf Freiwillige Einheiten im Einsatz.

Bei den Ansprachen der Ehrengäste wies Landesfeuerwehrinspektor DI Alfons Gruber darauf hin, dass 30% der tirolweiten Einsätzen in Innsbruck geleistet werden bei einem nur halb so großen Bevölkerungsanteil. Innsbruck hat bei den Feuerwehren zwar eine gute und zweckmäßige Ausrüstung, aber mit der Universität und den Universitätsklinken, Verkehrswegen und Tunnelbauten auch ein entsprechendes Gefahrenpotenial. Die Feuerwehr Innsbruck hat einen guten Ruf, sie leistet bezirksübergreifend wie zuletzt bei den Bränden in Völs und Hall sowie beim Flugunfall am Achensee bezirksübergreifende Hilfe, aber auch andere Feuerwehren helfen bei Großereignissen in Innsbruck.

Vizebürgermeister Kaufmann erwähnte die Budget-Beträge, welche das Feuerwehrwesen kostet und wie wichtig es dabei auch ist, die Qualität des Systems entsprechend dann auch in Zahlen diesen Beträgen gegenüberzustellen. Mit dem neuen Gruppenfahrzeug für die BF, dem GGF Reichenau, dem LAST Mühlau sowie der Sanierung der BF und Zubehör für den Digitalfunk sind auch aktuelle wieder wichtige Investitionen beschlossen worden. Auch auch bei der Wache Wilten, für die der Grundstücksankauf in der Zwischenzeit durchgeführt wurde, sollen bald die nächsten Ergebnisse dem Stadtsenat vorgelegt werden können. Großes Projekt ab dem Ende des heurigen Jahres wird dann die Umstellung auf die neuen Uniformen sein, welche in der Reichenau und auf der Hungerburg begonnen werden wird.

Frau Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer stellte in ihren Ausführungen den Begriff "Sicherheit" in den Mittelpunkt, der für sie in ihrem Amt als Bürgermeisterin zentrale Bedeutung hat. Sicherheit für Innsbruck besteht aus der Feuerwehr, aber auch aus vielen anderen Teilen. Dazu gehören aber auch soziale Sicherheit, Arbeistplätze, Wohnungsangebot Infrastruktur und vieles mehr. Der enge Schulterschluss zwischen der Berufsfeuerwehr und den zehn Freiwilligen Einheiten bietet der Bevölkerung ein Grundsicherheitsbedürfnis, zudem habe die freiwillige Tätigkeit der Wehren in den Stadtteilen aber auch enorme Bedeutung und füge Generationen zusammen. Beeindruckt von des Branddirektors Zahlen möchte sie diese auch bald dem Gemeinderat vorstellen lassen, denn sie zeigen, dass die Kosten des Feuerwehrbudgets eine gute Investition in die Infrastruktur dieser Stadt sind. Mit den Worten "Wir vertrauen euch, nicht nur der Gemeinderat, sondern im Vordergrund steht, dass euch auch die Bevölkerung vertraut, wir danken euch" beendet Frau Bürgermeisterin Oppitz-Plörer ihre Ausführungen.

Vizebürgermeister Gruber zeigte die Bedeutung des Bezirktages auf, nachdem alle drei Bürgermeister anwesend waren und begründete dies neben dem europäischen Jahr der Ehrenamtlichkeit, dem Respekt vor dem Feuerwehrwesen auch mit dem Dank an Anton Larcher für seine Tätigkeit, welche auch die restlichen Ehrengäste in ihren Ansprachen würdigten.

Gemeinsam war den Ansprachen der Ehrengäste aber auch die Überzeugung, dass die Arbeit für die Feuerwehr in Innsbruck mit dem neuen Bezirkskommando Walter Laimgruber und Albert Pfeifhofer erfolgreich fortgesetzt werden wird.

Nach drei Stunden konnte der neue Bezirksfeuerwehrkommandant Walter Laimgruber dann mit einem großen Dank an die Kameraden der Berufsfeuerwehr für die Organisation und Betreuung des Bezirkstages und einem Appell für "eine Feuerwehr Innsbruck" den 48. Bezirksfeuerwehrtag beenden.

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