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18. Jänner 2002
Bergsilvester 2001 - Sicherheitsnachbesprechung
von BOK Johann Zimmermann
 
 
Unter Vorsitz von Polizeidirektorstv. HR Dr.Gebhard Kiechl fand am 16.1.02 in der Bundespolizeidion eine Nachbesprechung bezüglich der Sicherheitsmaßnahmen bei der Großveranstaltung "Bergsilvester 2001" statt.
Von allen Verantwortlichen (Einsatzorganisationen, Veranstalter) wurde festgestellt, daß die im Vorfeld der Veranstaltung festgelegten Sichherheitsmaßnahmen ausreichend bemessen waren, sodaß trotz einer geschätzten Besucheranzahl von 40.000 Personen mit Ausnahme eines Eigenverschuldens keine Verletzungen oder sonstige gefährliche Einsätze zu verzeichnen waren.
Die Feuerwehr Innsbruck (Berufsfeuerwehr und Freiw.Feuerwehr) war wie in den vergangenen Jahren maßgeblich in das Sicherheitskonzept involviert, nachstehend die wesentlichen Eckdaten.

Maßnahmen



Festlegung von brandschutztechn. Vorschreibungen im Rahmen des veranstaltungs-rechtlichen Genehmigungsbescheides

Bildung einer Einsatzzentrale mit den Einsatzorganisationen, Sicherheitsdienst und Veranstalter im Stadtturm

Installierung von 3 dezentralen, selbständigen Brandsicherheitswacheeinheiten (Löschbereitschaften) im gesamten Veranstaltungsbereich

Laufende Kontrolle der veranstaltungsrechtlichen und feuerpolizeilichen Auflagen

Gesonderte Vorhaltung von Einsatzkräften zur Durchführung der Brandsicherheitswache und Überprüfung der behördlichen Auflagen bei den Großfeuerwerken.

Eingesetzte Feuerwehreinheiten


Berufsfeuerwehr

1 ISPO + 4
EL BOK Johann Zimmermann, Einsatzzentrale Stadtturm
1 Mann Beobachtungsposten Stadtturm
3 Mann Löschbereitschaft Stadtturm

FF Mühlau

MTF, 3 Mann Löschbereitschaft
Standort: Annasäule (MTF-Mühlau)
Bereich südliche Altstadt-Maria Theresienstr.

FF Hötting

3 Mann Löschbereitschaft
Standort: Rettungszelt Marktplatz
Bereich Ottoburg

FF Hötting

TLFH, 3 Mann
Feuerwerk Innstraße-Waltherpark

FF Hötting

TLFH, 7 Mann
EL Kdt.Hans Tusch Feuerwerk Riedgasse

FF Igls

TLFH, 6 Mann
EL Kdt.Josef Pittl Feuerwerk Kurpark-Igls

FF Amras

MTF, 2 Mann
EL Bezkdtstv.Walter Laimgruber Überwachung Schloß Ambras und Ortszentrum Amras

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Zur Einleitung von Brandbekämpfungsmaßnahmen im Altstadtbereich wurde erstmals versuchsweise ein Quad mit Polylöschanlage (Standort Stadtturm) eingesetzt, Probefahrten im Veranstaltungsgelände überzeugten auch unter Berücksichtigung von engen Gassen und einer entsprechenden Besuchermasse von der Wendigkeit dieses mobilen Löschgerätes .

Im Gegensatz zur Bergsilvesterveranstaltung 1999 (Küchenbrand im GH Jörgele) war 2001 kein Brandeinsatz zu vermerken. Durch laufende Überprüfungen der Brandsicherheitswacheorgane während der Veranstaltung konnten mehrere Mängel in Zusammenhang mit der Verwendung von Flüssiggas behoben werden und dadurch unmittelbare Gefährdungsbereiche beseitigt werden.
Auch im Bereich der Großfeuerwerke (Riedgasse, Waltherpark, Kurpark) waren durch die umfangreichen brandschutztechnischen Vorbereitsmaßnahmen keine Interventionen der Feuerwehreinheiten hinsichtlich eines Brandbekämpfungseinsatzes erforderlich.
Um 02.30 Uhr sprang eine männliche Person von der Innbrücke in den eiskalten Innfluß, welche von einer anwesenden Polizeistreife unmittelbar gerettet werden konnte. Die alarmierten Einsatzkräfte der Brandsicherheitswache wurden bei der Rettung der verletzten Person eingesetzt.
Die Beendigung der Brandsicherheitswachedienste erfolgte schlußendlich um 03.30 Uhr.
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