Drehleiter über der Hofburg zu Innsbruck bei einer Übung
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21. Feber 2012
Lawineneinsatzübung auf der Seegrube/Nordkette
von DI Martin Gegenhuber, Ausbildungsoffizier / Stefan Gutmann, Lawinenzug-Beauftr.
 
 
Bei eisigen Temperaturen von bis zu -22°C nahm der Lawinenzug der Feuerwehr Innsbruck an der von der Bergrettung Innsbruck organisierten Einsatzübung teil.
Bereits zu Mittag begab sich eine „Vorhut“ von Bergrettung und Feuerwehr auf die Seegrube um den „im Bereich „Langes Tal“ zu präparieren. Es wurden dabei 3 LVS-Geräte und 1 Übungspuppe als „Opfer“ vergraben. Unser Joe (Mitglied FF Hötting) ließ es sich nicht nehmen, kroch in eine vorbereitete Höhle und sorgte damit, vor allem für die Hunde der teilnehmenden Lawinenhundestaffel, für noch mehr Realität.

Um 15:15 h wurde über die Leitstelle Tirol der Übungsalarm ausgelöst und sogleich rückten die Mannschaften von Bergrettung, Lawinenhundeführer und Feuerwehr in den Sammelraum auf der Hungerburg (Talstation Nordkettenbahn) und in der Folge in den Übungsraum ab.

Nach Befragung der Augenzeugen wurde festgestellt, dass 5 Personen verschüttet sind. Sofort begannen die Lawinenhundeführer mit ihren Vierbeinern mit der Suche und fanden in kürzester Zeit unseren Joe. Zeitgleich wurden die Übungsteilnehmer durch die „Einsatzleiter“ in LVS Trupps, Sondierketten und Schaufler eingeteilt und der vorbereitete Lawinenkegel abgearbeitet. Nachdem langsam die Nacht hereinbrach wurde der Lawinenkegel mittels vorgebereiteten Leuchtballons der Feuerwehr Innsbruck ausgeleuchtet. In der Folge konnten alle Verschütteten geortet und ausgegraben werden.

Als Ergebnis der Übung kann festgehalten werden, dass die Zusammenarbeit Bergrettung/Feuerwehr generell gut funktioniert, jedoch auch noch ein gewisses Verbesserungspotential im Bereich der Einsatzleitung und bei diversen Einsatzabläufen vorhanden ist. Das Ziel der Übung ist somit voll erreicht worden, zum einen sind die „Opfer“ alle in einem realistischen Zeitfenster aufgefunden worden und zum anderen sind auch Verbesserungs¬möglichkeiten erkannt worden.

Der Lawinenzug der Feuerwehr Innsbruck ist somit nicht nur personell (23 Teilnehmer) sondern auch fachlich für den Ernstfall gerüstet. Die Reihe von Ausbildungen und Übungen der letzten Jahre haben hier ihre positiven Spuren hinterlassen, aber natürlich darf auch in Zukunft das Üben nicht vernachlässigt werden.

Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Essen im „Cafe Alpina“ auf der Hungerburg abgeschlossen.

Ein „Danke“ an die Bergrettung Innsbruck für die Organisation und an die Verantwortlichen der Nordkettenbahn für die Unterstützung dieser Übung, sowie allen Teilnehmern der Übung.

Stefan Gutmann
Martin Gegenhuber
Hunoldstraße 17, 6020 Innsbruck • [Für E-Mail-Kontakte hier klicken]