BF und FF in der Maria-Theresien-Straße
Aktuelles •  Feuerwehren •  Funktion�re •  Geschichte •  Jugend •  Kontakt
29. Mai 2012
Stromausfall in Innsbruck, Evakuierung der Hauptfeuerwache
von Markus Strobl
 
Strom
 
"LS Tirol: Innsbruck - stromlos, Wache besetzen" lautete die Meldung bei Alarmierung aller Innsbrucker Feuerwehren über Pager am Samstag um 13:30 Uhr zu einer Übung. Eine halbe Stunde später wurde dann für die Berufsfeuerwehr noch eine Gesamtevakuierung der Hauptfeuerwache durchgeführt.
Beide bungen hatten grundstzlich nichts gemeinsam. Zumal die Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr mit einer automatischen, bestens gewarteten Nostromversorgung versehen ist und damit von einem Stromausfall nicht so direkt betroffen wre, war vor allem das Ziel, dass sich die Freiwilligen Feuerwehren auf eine solche Situation vorbereiten. So wurde in allen Wachen zuerst mal versucht, zu testen, was noch ohne Strom funktioniert bzw. die Notstromeinspeisung ber eigene Aggregate aktiviert. Dabei konnte dann von jeder Feuerwehr zusammengefasst werden, ber welche Funktionalitten die jeweilige Wache noch verfgte.

Die Kameradinnen hatten sich zudem zu berlegen, was fr Auswirkungen ein lnger anhaltender Stromausfall auf verschiedenste Bereiche in den jeweiligen Schutzgebieten htte. Neben den zu erwarteten zahlreichen Primreinstzen wie "Eingeklemmte Personen" in stecken gebliebenen Liften und Verkehrsunfllen aufgrund des Ausfalls der Ampelsteuerungen muss auch bedacht werden, dass heutzutage die meisten Festnetztelefone ohne Stromversorgung ebenfalls nicht mehr funktionieren und auch das Handynetz neben der zu erwarteten berlastung auch nur wenige Stunden funktionieren wird.

Die Feuerwehren Htting und Mhlau hatten zudem die Notstromversorgung fr die fnf Digitalfunk-Masten unseres Behrden-Funknetzes sicherzustellen. Auch hier konnten kleinere Schwierigkeiten wie vernderte Einspeisorte oder falsche Aggregate erkannt werden.

Bei der bung fr die Berufsfeuerwehr "Evakuierung der Hauptfeuerwache fr einen lngeren Zeitraum" - parallel dazu spielte die benachbarte Rettung Innsbruck das gleiche Szenario - bersiedelte die gesamte Mannschaft mit allen mglichen Gertschaften innerhalb von einer Stunde in den Zentralbauhof in der Reichenau. Die vorhandenen Evakuierungsplne konnte dabei auf ihre Aktualitt hin evaluiert und die Umsetzung real erprobt werden.

Um die aus beiden bungsszenarien gewonnenen Erkenntnisse weiterverarbeiten zu knnen findet am Mittwoch, den 30. Juni, eine Nachbesprechung mit den Kommandanten aller beteiligter Feuerwehr in der Hauptfeuerwache statt.
Hunoldstrae 17, 6020 Innsbruck • [Fr E-Mail-Kontakte hier klicken]